Mitte September 2008 wurde ein bemerkenswertes Projekt der Landesberufsschule Wals, ausgeführt durch SchülerInnen aus fünf Steinmetzklassen, vor dem neu errichteten Kulturzentrum der Gemeinde Wals Siezenheim der Öffentlichkeit präsentiert. Nach Entwürfen des Walser Künstlers „F. Himmelreich“ (Vzbgm. Dr. Franz Hirnsperger) wurde ein „Zeitstein“ geschaffen, der die zentralen geschichtlichen Eckpunkte dieser Gemeinde widerspiegelt.

45 SchülerInnen aller 3 Lehrjahre haben im schulpraktischen Unterricht im Rahmen eines 2-jährigen Schulprojektes mit Begeisterung insgesamt 3000 Unterrichtseinheiten an diesem Brunnen gearbeitet. Die je nach Leistungsfähigkeit und Können auf die einzelnen SchülerInnen abgestimmten Aufgabenbereiche wurden so gewählt, dass sie, unter Beachtung der Vorgaben des Lehrplans, jeweils von ihnen eigenständig fertig gestellt werden konnten. So bewerkstelligten die Lehrlinge unter der fachkundigen Anleitung von den Steinmetz-Fachlehrern Karl Hofstadler und Bernhard Hasenöhrl, die geforderten Aufgabenstellungen überraschend gut.

Auf einem Pyramidenstumpf aus heimischem Untersberger Marmor (4m x 2m x 0,50 m) wurde auf das Oberlager die landschaftsprägenden Gewässer Mühlbach und Saalach (Grenzfluss zu Bayern) maßstabsgetreu eingehauen.

Am umlaufenden Bilderfries sind dargestellt: Die Steinzeit mit beginnenden Ackerbau und Viehzucht; die keltische Urbevölkerung und die römische Besatzungszeit; die Sagengestalt Karl des Großen im Untersberg, der zur Endzeit auf den Walserfeldern zur „Letzten Schlacht“ rüsten wird; die Erhebung Salzburgs zum Erzbistum, welches auf eben diesen Feldern stattfand. Zusätzlich abgebildet sind die Ritterzeit, der Schwarze Tod, die Salzschifffahrt auf der Saalach und der Bauernkrieg. Auf das einschneidenste Ereignis in diesen Ortschaften, der „Schlacht auf den Walserfeldern“, wurde ebenso wenig vergessen, wie auf aktuelle engagierte Vereine wie Feuerwehr, Aperschnalzer und Ringer. Der Bilderfries endet, nach der Darstellung des Gemeindesymbols dem „Walser Birnbaumes“ mit einer im Nebel verschwindenden Brücke, diese weist somit auf die nicht erfassbare Zukunft und auf das Motto dieses Zeitsteines „Jugend - Anfang und Zukunft“ hin.